Sofortige Freilassung des schwerkranken Berliner Antifaschisten Christian S.

Relativ unbeachtet von Medien und Öffentlichkeit ging vor einer Woche am 21.9.07 vor dem Berliner Landgericht in zweiter Instanz der Prozeß gegen den Berliner Aktivisten Christian S. mit einem Freispruch für ihn zu Ende. Ein Berliner LKA Beamter, der als Zivilaufklärer in Dresden am 13. Februar 2005 im Einsatz war, um für das Berliner LKA Berliner Antifaschistlnnen zu-. beschatten hatte ihn des schweren Landfriedensbruchs beschuldigt. Diese Anschuldigung hatte für den Aktivisten eine elfmonatige Untersuchungshaft zur Folge gehabt. Während dieser gesetzeswidrig langen U-Haft ( die gesetzlich maximale U-Haftdauer beträgt sechs Monate) wurde ihm zudem verboten seine der Mittäterschaft beschuldigte Verlobte zu sehen und seine Medikamente, die er für seine Hepatitis C Erkrankung dringend benötigte wurden ihm vorenthalten oder nur unregelmäßig ausgehändigt. (Medikamentenskandal) Die Folge war eine gravierende Verschlechterung seines Gesundheitszustandes aufgrund der physischen und psychischen Mißhandlung.
Als Gipfel dieser Mißhandlungen wurde ihm dann ein erpresserischer Deal angeboten. Er wird sofort aus der Untersuchungshaft entlassen, wenn er auf seine Berufung in einem Verfahren von 2004 verzichtet. In dem anderen Verfahren war er aufgrund von offensichtlichen Falschaussagen von Zivilpolizisten zu drei Jahren ohne Bewährung verurteilt worden wegen angeblicher Beteiligung am massenhaften Barrikadenbau während der Proteste gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai 2004 in Berlin verurteilt worden.
Dieser Deal ist erpresst worden, um das auf Falschaussagen basierende erstinstanzliche Urteil ohne juristischen Widerstand durch eine engagierte Verteidigung rechtskräftig zu bekommen. Daher fordern wir:

Christian ist umgehend freizulassen,seine fortgesetzte Inhaftierung entbehrt jeglicher Rechtsgrundlage

Knäste zu Baulücken - Das System ist der Fehler !!!