04.11.2007
Berliner Kurier
Gegendarstellung
Im
Berliner Kurier vom 28.10.2007 verbreiten Sie unter der Überschrift
"Faule Schließer, überall Drogen, unglaublich lasche Kontrollen
- Chaos hinter Gittern" über die Zustände in der Haftanstalt
Charlottenburg unzutreffende Darstellungen:
Sie schreiben "Raddatz fuhr am Vormittag des 8. Oktober zur JVA Plötzensee...
Er betrat den Warteraum, öffnete den Reißverschluss seiner
Tasche, damit der Beamte kontrollieren kann. "Ich dachte, dass sei
so Vorschrift. Aber der Mann sagte: Ne ne, schon o.k." Auch den Mantel
wollte der Beamte nicht filzen. "Sogar mein Handy hätte der
nicht gefunden. Ich drückte es ihm freiwillig in die Hand, weil ich
später keinen Ärger wollte." Soweit damit der Eindruck
erweckt wird, Herr R. sei bei dem Zugang nicht kontrolliert worden, stelle
ich fest: Beim Zugang über die Pforte sind er und seine Tasche Metallgesondet
worden, hiernach ist vom Hausbüro der gesamte Inhalt seiner Taschen
überprüft und aufgenommen worden, noch bevor er in seine Zelle
gelangte. Sie schreiben: "Er sollte in den halboffenen Vollzug, doch
er landete in Haus 1, wo die härteren Jungs sitzen..." Herr
R., der auch Vorbelastungen wegen Gewaltdelikten aufweist, ist am 9.10.
in den offenen Vollzug verlegt worden. Von dort musste er aufgrund seines
Verhaltens am 12.10.2007 abgelöst werden wegen mangelnder Eignung.
Sie schreiben: "Gewundert hat er sich auch über eine Schlägerei
in der Werkstatt. Häftlinge hatten Selbstgebrannten Schnaps gesoffen.
"Die machen das ganz einfach", sagt Raddatz: Ein Kanister, Zucker,
Hefe, Obst dazu - nach einer Woche ist der Fusel gut. "Die Leute
machen, was sie wollen und viele Schließer sehen weg. Und die anständigen
Beamten sind hilflos." Dazu stellen wir fest: Es gab keinen solchen
Vorfall während der Haftzeit von R..
Berlin,
den 01. November 2007
RA Johannes Eisenberg für Gisela von der Aue, Senatorin für
Justiz
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